Es ist für mich eines der Unworte/Sätze schlecht hin im Bereich mobile Technologie – US-Only. Viele gute Ideen und Produkte wurde dadurch auf das Abstellgleis gestellt. Glücklicherweise gibt es Konkurrenz Produkte die das Geschäft beleben und es besser machen wollen. In diesem Artikel würde ich euch gerne zeigen, was für mich US-Only alles schon angerichtet hat und warum es mir so auf die Nerven geht.

Wir schreiben den 15.05.2013, Google hat mal wieder einen Volltreffer gelandet. Auf seiner Entwickler Konferenz Google I/O stellen sie nicht wie erwartet ein neues Nexus Gerät vor, sondern eine neue Kategorie die sogenannten Google Play Edition. Den Anfang macht Samsung mit seinem S4. Aber was heißt Google Play Edition. Das ist ganz einfach zu erklären, hierbei handelt es sich um ein aktuelles Top Modell ( in diesem Falle dem Samsung Galaxy S4), welches keine veränderte Benutzeroberfläche oder Sonderfunktionen erhält. Es ist lediglich auf dem Gerät wie ich immer gerne sage „pures“ Android installiert. Doch nun kommt das Böse Wort, dass mir momentan richtig auf die Nerven geht. Die Google Play Edition wird erst einmal nur in USA erhältlich sein – gerne US-Only genannt.

artikelbild google play edition htc one

Anfangs dachten alle der Verkauf beginnt in den Amerika und in den nächsten Wochen und Monaten, werden wir diese Google Play Edition Smartphones  auch in den anderen teilen der Welt sehen. Es gibt momentan 5 Geräte, die als Google Play Edition in den USA verkauft werden. Das sind das Samsung Galaxy S4, das HTC One, das Sony Z Ultra, das Motorola Moto G und das LG G-Pad 8.3. Doch bis zum heutigen Tag ( 11.02.2014) ist es nicht möglich einer dieser Google Play Edition außerhalb von Amerika zu kaufen. Google kann mir nicht erzählen, dass es Logistisch zu aufwendig für sie ist. Was natürlich ein Argument sein kann, ist das sich diese Geräte nicht verkaufen  und der US Markt ein Probelauf war. Ich denke viele Kunden hätten sich jedenfalls gefreut, wenn solche Geräte als Play Edition in Ihrem Land verkauft würden.

Dennoch gibt es auch für uns Europäer einen Vorteil von diesen Play Edition. Wer sich ein wenig mit Custom Roms auskennt, weiß auch welchen. Durch diese angepassten Versionen der Geräte ist es für Custom Rom Entwickler viel einfacher Treiber für AOSP Roms herzustellen und User die gerne eine Google Play Edition hätte, können sich mit Ihrem Herkömmlichen Modell selbst eins flashen. Aber hier ist immer Vorsicht angesagt, es führt meistens zu einem Verlust der Garantie und es kann auch passieren, dass man ein Gerät „bricked“. Das heißt das man nach dem flashen nur noch einen teueren Briefbeschwerer hat und das Gerät nicht mehr funktioniert.

itunes radio artikelbild

Ein für mich noch viel ärgerlicheres Thema in Sachen US Only ist iTunes Radio. Ja, ab heute kann es auch in Australien verwendet werden ( siehe hier), aber wieso dauert es solange bis ein Dienst in andere Länder kommt? Ressourcen? Never Ever! Apple ist ein Unternehmen, welches Milliarden auf der hohen Kante hat um das ein oder andere Unternehmen aufzukaufen und dann schaffen Sie es nicht so einen blöden Radio Dienst weltweit online zu stellen? Was hält also Apple auf ? In Deutschland vielleicht die GEMA, dass gebe ich zu. Aber in den anderen Ländern?  Ich kann es mir nicht wirklich erklären, wenn jemand für mich eine Antwort hat, kann er diese gerne in die Kommentare posten. Und natürlich kann ich mir einen US iTunes Account stellen und dann dieses Feature verwenden, aber das ist irgendwie einfach nicht das selbe – Sorry.

Jedes Mal wenn ich dieses Wort US-Only nur lese oder höre, könnte Ich an die Decke springen. Man hört in der Schule etc… von einer Globalisierten Welt. Alles ist miteinander vernetzt,das Internet beschäftigt uns alle egal ob alt oder jung. Natürlich ist es für einige noch Neuland, wie Beispielsweise für unsere Bundeskanzlerin, aber dennoch ist es momentan ein unverzichtbares Gut. Und ich verstehe dann einfach nicht, warum es in einer Globalisierten Welt so etwas wie US-Only gibt bzw. existieren kann.

Moto X Artikelbild

 

Als ich im letzten Jahre auf der Suche nach einem neuen Smartphone war ( Ja, ich kaufe mir als Geek fast jedes Jahr ein Neues), ist mir ein Smartphone besonders schnell in Auge gefallen – das Moto X. Die Leaks zu diesem Gerät waren Zahlreich und versprachen ein gutes Smartphone. Ganz besonders gefallen hat mir die Möglichkeit das man das Gerät individuell gestalten konnte. Frontseite ( 2 Farben), Rückseite ( sogar in verschiedenen Materialien), sogar den Kamera Ring und die Tasten . Fast alles konnte Farblich so angepasst werden, wie es der Kunde wünscht. Doch während der Präsentation kam die Ernüchterung. Es handelt sich hierbei um ein US-Only Gerät. Nach einem halben Jahr hatte es Motorola dann geschafft auch das Gerät nun endlich nach Deutschland zu bringen. Für mich und auch andere wie ich in Foren lesen konnte viel zu Spät.

Natürlich ist der farbliche Aspekt einer der  wichtigste Punkte beim Moto X. Doch wenn das Logistisch nicht möglich ist für Motorola, warum bringt man die Schwarze und Weiße Version nicht wenige Wochen später in Europa und Asien raus? Wieso dauert so etwas über 6 Monate? Das Moto X hat wirklich geniale Ansätze in Sachen Software Beispielsweise Active Display. Doch weil es so lange gedauert hat, haben viele potenzielle Kunden sich ein anderes Smartphone gekauft. Mit dem Moto X ist man jetzt auch nicht mehr auf der Höhe, denn für den identischen Preis bekommt man weit bessere Smartphones – LG G2, HTC One, etc..

Fazit

US-Only werden vielleicht dieses Jahr wahrscheinlich so oft hören, wie letztes Jahr. Es nervt mich einfach, dass es in einer globalisierten Gesellschaft so etwas überhaupt gibt. Ich denke an den Beispielen, sollte man erkennen warum mich dieses Thema nervt. Es gibt einfach tolle Konzepte sei es bei einem Smartphone oder bei einer Software. Doch der Erfolg wird durch so einen Schritt seitens der Unternehmen zerstört. Das ist natürlich meine persönliche Meinung.

Was sagt Ihr zu „US-Only“?

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