Ich habe meine ersten Eindrücke bereits in einem Artikel über das Moto X beschrieben.  Nun folgt mein ausführlicher Testbericht über das Moto X Play

Das Moto X Play ist für 350€ im Handel erhältlich. Wer es ein wenig exklusiver bzw. individueller möchte, kann sein Moto direkt auf der Motorola Webseite selbst gestalten. Motorola nennt die Individualisierungssoftware den „Moto Maker“. Man kann die Frontseite, die Rückseite und ein paar Highlights (z.B. Lautsprecher) farblich anpassen. Wer sein Gerät individualisieren möchte  und über den Moto Maker bestellt, bezahlt rund 30€ Aufpreis. Neben der Farbe, kann auch die Rückseite graviert werden.

Hardware & Design

Das Moto X Play hat ein ähnliches Design wie das Moto X (Mein Test zum Moto X 2014) vom letzten Jahr. Mir gefällt das Design sehr. Ich finde es wirklich gut, dass Motorola an diesem Design festhält. Es hat weiterhin eine leicht gebogene Form und die Standby-, sowie die Lautstärken-Taste sind gut positioniert. Die Standby-Taste besitzt zudem eine Struktur, die sie von der Lautstärken-Taste unterscheidet. Die Rückseite des Gerätes hat auch eine Struktur und ist für einen besseren Halt gummiert. Aus diesem Grund liegt das Moto X Play wirklich gut in der Hand. Zwei kleine Kritikpunkte gibt es bei dem Moto X Play jedoch: Erstens wäre mir lieber gewesen, wenn die Struktur noch ein wenig tiefer wäre und zweitens gibt es leider nur diese gummierte Plastik-Rückseite. Holz und Leder als Wahl der Rückseite bleiben dem Moto X Style leider vorenthalten.

Zwar hat das Smartphone nicht den neusten High-End Chipsatz (Snapdragon 615), dennoch hat es ausreichend Power für alles, was man damit so machen will: Fotos machen, Videos anschauen, im Internet surfen etc.. Alle Apps sind zügig ohne große Wartezeit oder Denksekunde gestartet und auch das Betriebssystem lief flüssig. Das alles so flüssig und schnell ging hat bestimmt auch mit den 2 GB Arbeitsspeicher zu tun. Das Display des Moto X Play ist 5,5  Zoll groß und hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, was für mich mehr als ausreichend ist. Auch bei der Kamera (zu den Bildern später) hat Motorola sich nicht lumpen lassen. 21 Megapixel hat die Kamera auf der Rückseite und 5 Megapixel auf der Frontseite für Selfies. Das wirklich besondere an dem Moto X Play ist allerdings der Akku: 3630mAh ist von Motorola schon echt eine Ansage. Ob man damit jedoch wirklich zwei Tage lang auskommt, lest Ihr in einem späteren Abschnitt.

Display

Wie bereits schon erwähnt, hat das Moto X Play ein 5,5 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel – also einer Full-HD Auflösung. Das entspricht einem PPI (Pixel per Inch) Wert von rund 403 PPI. Ein wirklich guter Wert für ein Smartphone in dieser Preisklasse. Sowohl die Farben als auch die Blickwinkel des Displays sind gut. Neben dem ganzen technischen „Bla Bla“, gibt es ein besonderes Feature bei diesem Display, das ich schon bei jedem Moto X Smartphone geliebt habe und das ist Active Display. Motorola hat dem Active Display allerdings einen neuen Namen verpasst, es heißt nun Moto Info – was ich ehrlich gesagt nicht so cool finde wie Active Display.

Mit Moto Info kann man mehr Akkulaufzeit aus seinem Gerät holen werden. Warum? Moto Info blinkt kurz auf, wenn eine neue Benachrichtigung rein kommt – beispielsweise eine E-Mail. Ich kann direkt über Moto Info schauen, was für eine Benachrichtigung eingetroffen ist und was in der Benachrichtigung drin steht. Was leider nicht geht, ist die direkte Interaktion mit der Benachrichtigung. Das heißt, ich kann leider nicht über Moto Info auf antworten drücken (z.B. bei einer SMS) und ich kann die Benachrichtigung auch nicht direkt über Moto Info löschen.

Software

Über die Software gibt es nicht so viel zu erzählen. Wie aktuell bei jedem Motorola Gerät auch, wird auf einen eigenen Launcher verzichtet und fast Stock-Android verwendet. Aktuell läuft auf dem Moto X Play Android 5.1.1. Ein Update auf Version 6.0 ist aber auf jeden Fall zu erwarten. Es gibt nur kleine Anpassungen, die Motorola vornehmen muss. Motorola hat Stock Android an gewissen Punkten an seine Bedürfnisse angepasst, z.B. für eine Einstellung von Moto Info. Beziehungsweise wurden einfach ein paar Motorola Apps wie „Connect“ oder „Moto (Sprachsteuerung)“ installiert. Deinstallieren dieser Apps ist nicht möglich, allerdings wird Motorola wohl die ein oder andere App in der Version 6 nicht mehr mit installieren.

Kamera

Das mit einer Smartphone Kamera ist wirklich so eine Sache. Als erstes muss man sich die Frage stellen, für was benötigt man die Kamera? Die meisten wollen schnell einen Moment festhalten. Beispielsweise wenn der Sohn/die Tochter lächelt oder ähnliches. Kurz das Smartphone gezückt und schnell ein Foto gemacht. Für diese Situationen ist die Moto X Play Kamera mehr als geeignet. Sie macht wirklich tolle Bilder und der Auslöser ist auch wirklich sehr schnell. Ganz besonders gefällt mir die „Wackel Geste“ um die Kamera zu starten.

Man muss das Moto X Play ein wenig hin und her drehen und dann startet die Kamera automatisch. Mich stört jedoch, dass es keine dedizierte Kamera oder wenigstens einen Kamera-Button in der Software gibt. Man löst das Foto aus, indem man auf den Bildschirm drückt. Touch to Fokus plus Kamera Knopf wäre mir lieber, dann kann ich meinen Fokus so einstellen, wie ich das möchte und nicht wie die Kamera es möchte. Zwar gibt es eine Fokuspunkt Einstellung, allerdings schiebtman hier einen Fokuspunkt von A nach B.

Bilder der Kamera vom Moto X habe ich leider nicht, weil meine Mediathek Datei des Macs defekt war und ich sie nur durch Zurücksetzen retten konnte.Dadurch waren die einige Fotos leider verloren unter anderem die des iPhone 6 Plus und des Moto X Play. Fotos der Kamera findet Ihr beispielsweise bei dem Kollegen Denny von Smartdroid.

Sound

Ein großes Lob an Motorola, dass sie die Lautsprecher auf die Frontseite des Gerätes eingebaut haben und nicht auf die Rückseite. Es sieht zwar so aus, als hätte das Moto X Play zwei Lautsprecher, aber leider handelt es sich nur um einen. Das andere ist die Ohrmuschel, damit man mit dem Gerät auch Telefonieren kann. Der Sound ist gut, aber natürlich nicht so sensationell, wie beispielsweise bei dem HTC One M8 oder M9. Die Qualität des Sounds ist aber dennoch ausreichend und gut.

Akkulaufzeit

Für mich ist die Akkulaufzeit, neben der Performance und der Kamera das Wichtigste an einem Smartphone. Bei der Akkulaufzeit ist das Moto X Play in der High-End Klasse dabei. Ich komme bei meiner normalen Nutzung wirklich zwei Tage mit dem Gerät aus. Wenn ich es viel verwende (beispielsweise unterwegs bin und offline Serien über Amazon Instant Video schaue) komme ich locker durch den Tag. Ich habe On-Screen Zeiten von mindestens 6 Stunden und 30 Minuten. Absolute Top-Werte! Das Moto X Play ist ein wahres „Akku-Monster“.

Fazit

Wer ein Budget von rund 350€ hat und kein Windows Phone (Windows 10 mobile) Gerät haben möchte, der sollte auf jeden Fall zum Moto X Play greifen! Die Kamera, die Akkulaufzeit und die Performance des Gerätes haben mich voll und ganz überzeugt. Dazu kommt noch das sehr nützliche Active Display. Zwar ist das Display 5,5 Zoll groß, allerdings ist das Gerät wirklich sehr kompakt gebaut. Ein kleiner Kritikpunkt sind leider die 16GB Speicher. Für einen Aufpreis von 50€ gibt es ein 32 GB Modell. Allerdings nur im Moto Maker und hier kostet das Gerät nochmal 30€ mehr wegen der Individualisierung.. Von mir gibt es für das Moto X Play eine klare Kaufempfehlung und 4,5 von 5 Sternen.

theMetro Bewertung Moto X Play

Vielen Dank an 1&1 für das Bereitstellen des Motorola Moto X Play

 

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